17. 2008
May

das wird ein sehr schwerer Brief

Wie Sie wissen, habe ich mich vor bald 11 Jahren entschieden, das „Vogler“ zu eröffnen - ohne jegliche Erfahrung in der Gastronomie und ohne auch nur einen einzigen Musiker zu kennen. Seitdem ist das „Vogler“ für viele von Ihnen zum zweiten musikalischen Wohnzimmer geworden; es gab im Laufe der Jahre viele Konzerte und Veranstaltungen, es gab aber auch manche Steine, die mir in den Weg gelegt wurden - aber irgendwie fand sich immer wieder eine Lösung.

Jetzt gibt es einen Stein, der für mich allein zu gross ist und mir nur zwei Möglichkeiten lässt: Entweder das „Vogler“ Ende Juni zu schliessen oder mit Ihrer Hilfe die Schliessung zu verhindern.

Soviel Glück ich mit meinen Gästen, Musikern und Mitarbeitern habe, soviel Pech hatte ich mit meiner Steuerberaterin; wie sich leider viel zu spät herausgestellt hat, wurden vier Jahre lang meine Steuern falsch und/oder nur unvollständig deklariert; die daraus folgenden Nachzahlungen sind für mich seit Monaten ein riesen Problem. Da sie in diesem Geschäft keine Rücklagen bilden können, weil der Sommer immer alles auffrisst und Banken sich dreimal auf die Schenkel klopfen, wenn es bei einer Jazzbar um einen Überbrückungs-Kredit geht (da nützt es auch nicht, bei Banken schuldenfrei zu sein), bleiben nicht viel Möglichkeiten. Wenn Sie mich über die Jahre nur ein bisschen kennen, wissen Sie, dass ich alles versucht habe, um das Problem allein zu lösen.

Meine ungewöhnliche Bitte ist nun: Wenn Sie weiter montags bei der Jam-Session die Musiker der Münchner-Szene mit internationalen Gästen, Dienstags bis Donnerstags bei freiem Eintritt z.B. Joe Kienemann, freitags u.a. Stars wie Don Menza oder Pee Wee Ellis erleben, wenn Sie samstags tanzen möchten zu Bands wie den „Zucchinis“ oder „Buena Vida“, z.B. im November Randy Brecker erleben wollen, wenn Sie möchten, dass das „Vogler“ weiter existieren soll - dann würde ich um eine „Spende fürs Vogler“ (jeder Euro zählt :-) auf mein Konto bitten. Vielen, vielen Dank für Ihre Hilfe!