6. 2010
Jun

GEMA-Mitteilung an die Gäste der Jazzbar Vogler:

Mit großem Bedauern müssen wir Ihnen mitteilen, daß es die „Jazzbar Vogler“ trotz all unserer Bemühungen immer noch gibt. Wie Ihnen bekannt sein dürfte, versuchen wir seit Jahren, kleine und private Veranstalter möglichst ungerecht zu behandeln. Unser Motto: „Je kleiner die Bühne, desto höher die Gebühren“ führt bei uns GEMA-Intern bereits seit Jahren zum beliebten Kalauer: „Gebt Eure Musikbühnen Auf“. Ein Schenkelklopfer, den wir nicht mehr missen möchten.

Auch daß es uns als Monopolist gelungen ist, von kleinen Bühnen mindestens elftausend Euro jährlich verlangen zu können, ruft bei uns täglich große Erheiterung hervor. Wir wissen, daß wir Deutschlands größter Kultur-Verhinderer und -Vernichter sind. Das erfüllt uns mit Stolz.

Noch haben wir es leider nicht ganz geschafft, alle kleinen privaten Veranstalter in den Ruin zu treiben. Aber wir als GEMA-Vorstand versprechen Ihnen: Bevor nicht der letzte private Veranstalter Insolvenz angemeldet hat, sehen wir unseren Job als nicht erfüllt. Das ist unser täglich Streben. Versprochen.

P.S.: Leider gibt es auch diese Woche wieder Live-Musik im „Vogler“, die nicht vom Steuerzahler subventioniert werden muß. Weitere Informationen erteilt Ihnen gerne GEMA-Vorstands-Vorsitzender Dr. Harald Heker unter hheker@gema.de (oder, wenn es unbedingt sein muß, Thomas Vogler unter www.jazzbar-vogler.com)

In diesem Sinne,
Ihre GEMA