1. 2010
May

Sorry, aber das muß jetzt sein...

Diesen Samstag findet wieder die „Lange Nacht der Musik“ statt. Wieder ohne das „Vogler“. Der Hauptgrund der letzten Jahre: Die GEMA ist auch Veranstaltungsort. Das ist ungefähr so, als würde bei der „Langen Nacht der Veganer“ der Schlachthof mit: „Schlachten Sie selbst!“ oder bei der „Langen Nacht des Weltfriedens“ eine Waffenfabrik mit: „Erschieße einen Wehrlosen!“ mitmachen. Meine Bitte: Sollten Sie am Samstag teilnehmen: MEIDEN Sie die GEMA, den größten Kultur-Vernichter und Kultur-Verhinderer der Republik. Die GEMA-Vorstände Dr. Harald Heker, Dipl.-Oec. Rainer Hilpert und Georg Oeller handeln nach dem Zeitgeist: Gier.

Ein Beispiel: Knapp 4.97o,- Euro berechnete der GEMA-Vorstand dem „Vogler“ 1998 - bereits 11.o47,- Euro (!) waren es 2oo9. Der GEMA-Vorstand verlangt vom „Vogler“ für jeden Tag an dem Live-Musik gespielt wird (völlig unabhängig von Umsatz, Besucherzahl, ausgezahlter Gage etc.) 36,92 Euro. Jeden Tag. Völlig gleichgültig, ob z.B. an heißen Tagen überhaupt jemand kommt. Interessant: Auch Toiletten und die Küche werden bei der Berechnung der qm mitgezählt - könnte ja schließlich sein, daß da jemand zuhört! Wenn man weiß, daß sich jeder der drei Herren pro Jahr 38o.oo,- Euro Gehalt gönnen (und damit mehr als z.B. der Bundesbank-Vorstand), verstehe ich natürlich, daß wir kleinen Bühnen bluten müssen - dafür bluten wir doch gerne ... :-)

1998 hat der kleine Vogler einen ersten Prozeß gegen die grauen Kultur-Diebe (sh. Michael Endes „Momo“) des GEMA-Vorstandes geführt. U.a. ging es damals um die Benachteiligung kleiner Bühnen durch die Degression in der Gebührenordnung (= je kleiner die Bühne desto höher prozentual die Gebühren), die Berechnung eines 25%-igen Aufschlags für meine Bar-Pianisten (GEMA: „Nur Hotels haben Bar-Pianisten und Hotels haben Geld“) und die höhere Tarifierung der Jam-Session (GEMA: „Es befinden sich schließlich mehr Musiker auf der Bühne“) etc. - Seeeeehr lustig .... :-) Alle Infos dazu: Ganz am Ende des Newsletters. Und: Ein Link zu einem aktuellen „Spiegel“-Artikel: „Intransparenz, Ineffizienz, Ungerechtigkeit - die Wut auf den Rechteverwerter GEMA wächst“. Seeeeehr aufschlußreich ... :-)