6. 2016
Mar

Newsletter # 581

GEMA-PUFF?!

bei "kununu", der „größten Arbeitgeber-Bewertungsplattform im deutschsprachigen Raum“, findet sich eine interessante, von der GEMA seit Juni 2015 unkommentierte Bewertung eines GEMA-Angestellten aus dem Bereich "Finanzen/Controlling" - über meinen Liebling, seinen Arbeitgeber, die GEMA:

„Ein leider zu Unrecht schlecht beleumdeter Arbeitgeber (...) die technischen Ausstattung ist Spitze, meine Kinder sind (...) neidisch, was es hier an Smartphones und Tablets für jeden Mitarbeiter gibt. (...) die Altersvorsorgung wird mir (wenn ich bis zur Rente durchhalte), dereinst viele hundert Euro zusätzlich pro Monat einbringen. Es ist schon fast obszön viel Geld. (...) bei einigen Positionen (...) kommen viele Dienstreisen zu Künstler-Events hinzu, die merkwürdigerweise immer an touristisch interessanten Orten stattfinden (ein Kollege von mir war in 2014 in Bangkok, Las Vegas, Manila, Sydney und Stockholm). (...) meine männlichen Kollegen loben besonders den Frauenüberschuss in der Firma (ca. 85% Frauen), oftmals sehr junge Persönchen. Manchmal verkommt das arg sehr zum Kontakthof hier, besonders bei den vielen firmeninternen Feten (mit bekannten Künstlern) geht es hoch her.“

Zusammenfassung: Männliche Mitarbeiter kommen also mit Smartphones und Tablets bestückt von ihren luxuriösen Dienst-Reisen ("Künstler-Events"), prüfen kurz ihren obszön hohen Renten-Stand, überlegen dann, auf welche der vielen Firmen-Parties sie am Abend gehen, um es ähnlich wie auf einem "Kontakthof" ("Einrichtung in manchen Bordellen, die der Anbahnung von Kontakten zwischen Freiern und Prostituierten dient", Wikipedia) mit "sehr jungen Persönchen" hoch her gehen zu lassen?!

Und wer bezahlt das alles?! Richtig: Unter anderem kleine, freie, um das Überleben kämpfende Bühnen wie das "Vogler", denen die GEMA immer mehr Gelder aus den knochigen Rippen presst. Pfui Teufel! (Der Link zur gesamten Bewertung?! Im Newsletter. Nicht dass einer behauptet, so etwas kann doch nur erfunden sein ...)