27. 2016
Dec

Das Vogler-GEMA-Drama

Das Vogler-GEMA-Drama

Die GEMA schützt treuhänderisch die Rechte der Komponisten. Das ist gut. Die GEMA bestraft mit ihrer Gebühren-Ordnung kleine, nicht-subventionierte Bühnen und Bars - weil sie Live-Musik ermöglichen. Das ist schlecht.

Mindestens 44 (!) mal so viel berechnet die GEMA z.B. für ein Lied, das LIVE und nicht von der CD im "Vogler" gespielt wird. Das selbe Lied. Das ist so, als würden meine Lieferanten mir den 44-fachen Preis für ihre Ware berechnen - weil ich eine Bar mit Live-Musik bin. Begründung der GEMA: Mit Live-Musik werde Geld verdient, mit Hintergrundmusik nicht. Der GEMA-Logik zufolge müsste es an jeder Ecke Bars mit Live-Musik geben. Nach der GEMA-Logik sind alle Bar-Besitzer, die keine Live-Musik anbieten, unternehmerische Vollpfosten - weil sie mit Live-Musik viel, viel mehr Geld verdienen würden.

Ich glaube, die Realität sieht ein ganz klein wenig anders aus. Es gibt fast keine Live-Musik mehr in kleinen, nicht-subventionierten Bars. Schon gar nicht in Städten wie München. Nur: Die GEMA lebt in einer eigenen Welt. Das zeigt sich schon allein dadurch, daß sie bis zu 6,- Euro (!) für ein einzelnes, live gespieltes Stück im "Vogler" fordert.

Kleine nicht-subventionierte Bars und Bühnen, die sich Live-Musik leisten, geben u.a. jungen Nachwuchs-Musikern die Chance, Bühnen-Erfahrung zu sammeln, raus aus dem Elfenbein-Turm der Musikschulen, rein in das manchmal rauhe "reale" Bühnen-Leben. Unzählige Musiker standen in den letzten zwanzig Jahren das erste Mal in ihrem Leben auf einer Bühne: Im "Vogler". Haben gelernt, wie wichtig es ist, eine eigene Sprache an ihrem Instrument zu entwickeln. Haben gelernt, wie wichtig Bühnen-Präsenz ist, wenn sie etwas vermitteln wollen. Haben gelernt, mit- und nicht gegeneinander zu spielen, aufeinander zu hören. Allein deshalb sollten kleine nicht-subventionierte Bars und Bühnen nicht auch noch dafür bestraft werden, dass sie Live-Musik ermöglichen, erlebbar machen.

1998 berechnete die GEMA z.B. für die montägliche Jam-Session einen höheren Tarif. Begründung des damaligen Bezirksdirektors Bernhard Haslbeck: Es befände sich mehr als ein Musiker auf der Bühne. Auch die Bar-Pianisten wurden höher tarifiert: MIt einem 25%igen Aufschlag. Begründung des damaligen Bezirksdirektors: "Nur Hotels würden sich Bar-Pianisten leisten. Und Hotels hätten Geld.". Am 9.12.2016 berechnetete z.B. die GEMA die "Länge der Veranstaltungspausen", verlangte, daß im Vorfeld (!) eine grundsätzliche "Einwilligung für Konzert-Veranstaltungen" für jedes einzelne Konzert erteilt werden muss, berechnetete 99,46 Euro Gebühren für nur 1 Konzert und unterschlug die Mwst. Alles in einer Rechnung. Und: Am 12.12.2016 forderte die GEMA das "Nachmelden aller Konzerte". Seit 1997?!

Glauben Sie nicht?!

Viel Spaß beim Lesen.

ÄNDERT die GEMA - bevor es für die nicht-subventionierte Live-Musik-Kultur in Deutschland zu spät ist!

P.S.: Nicht daß Sie glauben, das "Vogler" würde seine GEMA-Rechnungen nicht bezahlen. Das "Vogler" hat in den letzten 20 Jahren zehntausende Euros Gebühren bezahlt ...

***

Der Konflikt mit der GEMA, dem langjährigen GEMA-Bezirks-Direktor Herrn Bernhard Haslbeck sowie dem Rechtsanwalt Herrn Christoph Edler von Weidenbach von der GEMA-Kanzlei "BBH - Becker - Büttner - Held" gehörte 19 Jahren zur "Vogler-Geschichte".

Anbei finden Sie Auszüge aus dem jahrelangen, berühmt-berüchtigten "Vogler-GEMA-Drama":


22. Juli 2009

Offener Brief an Herrn Jochen Heise

Jochen.Heise@bbh-online.de, Rechtsanwalt der GEMA von der Kanzlei "BBH - Becker-Büttner-Held" (cc: Herrn Bernhard Haslbeck, Bezirksdirektor GEMA-München bhaslbeck@gema.de )

Sehr geehrter Herr Heise,

vielen Dank für Ihre E-Mail. - (...) - Wie Sie wissen beruht die Forderung der von Ihnen vertretenen Gema auf eine Gebührenordnung, die sich ausschliesslich auf Raum-Größe und Eintritts-Höhe unabhängig vom erzieltem Umsatz, tatsächlichen Besucherzahlen, ausgezahlten Gagen etc. bezieht. Diese Gebührenordnung kommt einer schutzgeldartigen Zwangsabgabe gleich, die dazu führt, daß im Sommer bis zu 5o% des kompletten gastronomischen Tages-Umsatzes an die Gema abzuführen ist. Aus meiner laienhaften Sicht scheinen solche Verträge sittenwidrig zu sein. Dies bliebe juristisch zu prüfen. (...)

Die Gema benachteiligt seit Jahren nachweisbar mit ihrer Gebührenordnung kleine Bühnen und betreibt aus meiner Sicht tagtäglich Bruch ihrer eigenen Satzung: "Bei Vergebung der Rechte werden die Bedürfnisse der kulturellen Musikpflege berücksichtigt." (Satzung der Gema §2,4).

Die Aussagen des Gema-Vorstandes "Musik kann man weglassen - Steuern muss man zahlen" oder der Vergleich von Live-Musik mit Dixie-Klos legen den Schluss nahe, dass der Gema-Vorstand sich seiner kulturellen Verantwortung nicht bewußt zu sein scheint.

Die Gema als Idee ist wichtig und richtig. Aber die reelle Umsetzung kommt einer Kultur-Verhinderung und Kultur-Vernichtung gleich. Und das kann weder im Sinne der Komponisten noch im Sinne all derer sein, für die Live-Musik ein wesentlicher Bestandteil kulturellen Lebens darstellt.

Sollte die Gema im Zuge der durch die Petition entstandenen öffentlichen Diskussion an einer strukturellen Veränderung interessiert sein, wäre ich gerne bereit, konstruktiv daran mitzuarbeiten.

Mit freundlichen Grüßen
Thomas Vogler


Die berühmt berüchtigten "Mitteilungen der GEMA an die Gäste der Jazzbar Vogler":


06. Juni 2010: Vogler-Newsletter (Auszug)

1. Mitteilung (der GEMA) an die Gäste der Jazzbar Vogler

Mit großem Bedauern müssen wir Ihnen mitteilen, daß es die „Jazzbar Vogler“ trotz all unserer Bemühungen immer noch gibt.

Wie Ihnen bekannt sein dürfte, versuchen wir seit Jahren, kleine und private Veranstalter möglichst ungerecht zu behandeln.

Unser Motto: „Je kleiner die Bühne, desto höher die Gebühren“ führt bei uns GEMA-Intern bereits seit Jahren zum beliebten Kalauer: „Gebt Eure Musikbühnen Auf“.
Ein Schenkelklopfer, den wir nicht mehr missen möchten.

Auch daß es uns als Monopolist gelungen ist, von kleinen Bühnen mindestens elftausend Euro jährlich verlangen zu können, ruft bei uns täglich große Erheiterung hervor.

Wir wissen, daß wir Deutschlands größter Kultur-Verhinderer und -Vernichter sind.
Das erfüllt uns mit Stolz.

Noch haben wir es leider nicht ganz geschafft, alle kleinen privaten Veranstalter in den Ruin zu treiben. Aber wir als GEMA-Vorstand versprechen Ihnen: Bevor nicht der letzte private Veranstalter Insolvenz angemeldet hat, sehen wir unseren Job als nicht erfüllt.
Das ist unser täglich Streben. Versprochen.

In diesem Sinne,
Ihre GEMA

P.S.: Leider gibt es auch diese Woche wieder Live-Musik im „Vogler“, die nicht vom Steuerzahler subventioniert werden muß. Weitere Informationen erteilt Ihnen gerne GEMA-Vorstands-Vorsitzender Dr. Harald Heker unter hheker@gema.de"
„Vogler“, Thomas Vogler, Rumfordstrasse 17, 8o469 München
Dies ist eine Mitteilung, die die GEMA natürlich so nie schreiben würde.


13. Juni 2010: Vogler-Newsletter (Auszug)

2. Mitteilung (der GEMA) an die Gäste der Jazzbar Vogler

Herr Vogler zahlt an uns zusätzlich zu den mindestens 11.ooo,- Euro für die Live-Musik 352,95 Euro im Jahr für die CD´s, die Herr Vogler vor und nach dem Konzert und in den Pausen auflegt. Bei uns heißt das: „Tonträgerwiedergabe in Gaststätten“. Wir von der GEMA finden: 352,95 Euro - Ein Schnäppchen!

Wir haben Herrn Vogler schon oft vorgeschlagen, die Live-Musik wegzulassen und z.B. bei einem Abend mit der Gruppe „Buena Vida“ nur deren CD´s abzuspielen. Die Musiker könnten ja so tun, als würden Sie spielen. Die Musik wäre ja die gleiche. Wir von der GEMA finden: Eine tolle Idee!

Auch unsere Idee, den Pianisten unter der Woche so auf die Bühne zu setzen, daß das Publikum seine Finger nicht sieht, begeistert uns. Dann könnte Herr Vogler einfach eine CD des Pianisten abspielen. Wir von der GEMA finden: Das merkt kein Mensch!

Herr Vogler würde sich damit jährlich über 10.000,- (zehntausend!!!) Euro sparen.
Wir von der GEMA finden: Ein faires Angebot. Wie sie das von uns gewohnt sind.

Herr Vogler würde sich dann sicher auch mindestens 50% der Gagen sparen - denn eine direkte Leistung würde von den Musikern außer der reinen Anwesenheit und ein bißchen Schauspiel (Mund auf und zu machen an den richtigen Stellen, Instrument an- und absetzen etc.) ja nicht erbracht. Wir von der GEMA finden: Doppelt gespart!

Warum Herr Vogler nicht auf unser Angebot eingeht, ist uns ein Rätsel.
Aber wir von der GEMA werden weiterhin alles, aber auch alles dafür tun, unser Konzept „Spar Dir doch die Live-Musik!“ baldmöglichst deutschlandweit umzusetzen.

In diesem Sinne,
Ihre GEMA

P.S.: Schreiben Sie uns! Wir sind über Ihre Meinung immer dankbar. Z.B. direkt an unseren Vorstands-Vorsitzenden Dr. Harald Heker unter hheker@gema.de

München, im Juni 2o1o
tv
„Vogler“, Thomas Vogler, Rumfordstrasse 17, 8o469 München
Dies ist eine Mitteilung, die die GEMA natürlich so nie schreiben würde."


20. Juni 2010: Vogler-Newsletter (Auszug):

3. Mitteilung (der GEMA) an die Gäste der Jazzbar Vogler

Sind Sie genauso begeistert wie wir von unserer neuen Offenheit?! Von unseren schonungslos offenen Mitteilungen an Sie?! Wir von der GEMA finden: Mit Recht dürfen wir begeistert sein. Eigentlich (um mal aus dem Nähkästchen plaudern zu dürfen (ist das nicht ein schönes Bild: Ein Nähkästchen. So viel Musik darin (aber wir schweifen ab ...)

Teil unserer neuen Offenheit soll auch sein, Sie immer mal wieder schonungslos über das aufzuklären, was uns im tiefsten Inneren unseres Herzens so bewegt.
Wir von der GEMA finden: Das sind wir Ihnen schuldig!

Es heißt z.B. immer: Die GEMA zocke mit Ihrer Gebührenordnung kleine Musikbühnen ab.
Wenn wir so etwas lesen, drückt es uns dicke, dicke Tränen in die Augen.
(Ok, ok, in unserer letzte Mitteilung kam raus, daß dieselbe Musik live gespielt Herrn Vogler 36 mal mehr kostet als von einer CD abgespielt, aber das übersehen wir mal ganz leger.) Wir haben Herrn Vogler jetzt mal gebeten, uns ganz konkrete Zahlen zu nennen. Damit Sie, lieber Leser, sehen: Das stimmt ja alles nicht, was immer so behauptet wird!

Herr Vogler hat uns die Tage vom 01. bis 16. Juni 2010 genannt. Nach Abzug der ausgezahlten Gagen zahlte Herr Vogler im Durchschnitt 9,76 Prozent seines Gesamt-Umsatzes an uns. Sie finden das viel?!
Wir als GEMA finden: NUR 9,76 Prozent des Gesamt-Umsatzes! Da kann er uns doch wohl dankbar sein, daß es nicht durchschnittlich 20 oder 30 Prozent sind! Wir von der GEMA finden: Herr Vogler sollte einfach nur glücklich sein!

By the way: Was halten Sie von unserem neuen Slogan: „GEMA - Gebt Einfach Mir Alles“?! Oder doch besser: „GEMA - Gebt Eure Musikbühnen Auf!“ - Wir von der GEMA sind ein wenig unschlüssig. Helfen Sie uns! Was meinen Sie?!

In diesem Sinne, Ihre GEMA

P.S.: Schreiben Sie uns!!! Ihre Meinung ist uns wichtig!!! Z.B. direkt an unseren Vorstands-Vorsitzenden Dr. Harald Heker unter hheker@gema.de

München, im Juni 2010
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„Vogler“, Thomas Vogler, Rumfordstrasse 17, 80469 München
Dies ist eine Mitteilung, die die GEMA natürlich so nie schreiben würde.


27. Juni 2010: Vogler-Newsletter (Auszug):

4. Mitteilung (der GEMA) an die Gäste der Jazzbar Vogler

(...) Viele von Ihnen fragen sich nun: Was passiert eigentlich mit dem vielen Geld, das wir aus so einer kleinen Musikbühne wie dem „Vogler“ pressen. Auch das wollen wir Ihnen nicht verheimlichen. Wir haben ein System erfunden, das uns glücklich macht:

334 Millionen Euro haben wir 2oo9 an unsere Mitglieder ausgeschüttet.
62,99% davon (also 21o Millionen Euro) aber an nur 5,19% unserer Mitglieder verteilt:
An unsere sogenannten „Ordentlichen Mitglieder“ (das sind die, die bei uns was zu sagen haben). Wir schütten das Geld also eigentlich an uns selbst aus. Clever, gell!
Immerhin bekommen die restlichen 95% unserer Mitglieder (das sind die, die bei uns nichts zu sagen haben) noch 37% vom Kuchen ab.

Sie kennen keinen Verein, bei dem so etwas möglich wäre?! Wir auch nicht.
Aber uns deshalb gleich als einen Selbstbedienungs-Laden zu bezeichnen, na, na, na.
Wir entsprechen nur dem Zeitgeist: Der Gier.
Wir von der GEMA finden: Das wird ja wohl noch erlaubt sein.

In diesem Sinne,
Ihre GEMA - „Deutschlands Kulturvernichter Nr.1“ („Stiftung Kulturtest“ 2o/1o)
Unser Thema nächste Woche: Wie zahlen eigentlich andere Bühnen unsere Gebühren?!

P.S.: Bitte!!! - Schreiben Sie uns!!! - Ihre Meinung ist uns wichtig!!!
Z.B. direkt an unseren Vorstands-Vorsitzenden Dr. Harald Heker unter hheker@gema.de

München, im Juni 2010
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„Vogler“, Thomas Vogler, Rumfordstrasse 17, 8o469 München
Dies ist eine Mitteilung, die die GEMA natürlich so nie schreiben würde.


04. Juli 2010: Vogler-Newsletter (Auszug):

5. Mitteilung (der GEMA) an die Gäste der Jazzbar Vogler

Sie merken: In jeder unserer Mitteilungen beschäftigen wir uns schonungslos offen mit einem wichtigen Thema. Nachdem wir u.a. festgestellt haben, daß wir für Musik, die live gespielt wird, 36 mal höhere Gebühren verlangen, als für die gleiche Musik von CD abgespielt (und Musikbühnen bis zu 100% ihres Tages-Umsatzes an uns zahlen müssen) heute die Frage:

Wie zahlen eigentlich Musikbühnen unsere horrenden Gebühren. Um ganz ehrlich zu sein: Das fragen wir uns auch. Um ganz, ganz ehrlich zu sein: Es wundert uns, daß es überhaupt noch Musikbühnen gibt, die unsere Gebühren bezahlen können.

Ok, ok, es gibt in München neben dem „Vogler“ Gott sei Dank nur noch zwei weitere Musikbühnen, die fast täglich Live-Jazz/Soul/Latin anbieten und in der Stars wie Randy Brecker oder Pee Wee Ellis, Big Bands wie die Al Porcino Big Band etc. spielen. (Und Gott sei Dank ist in den letzten 13 Jahren außer dem „Vogler“ auch keine Bühne dazugekommen! Wir von der GEMA finden: Glück gehabt!)

Einer der beiden Clubs gehört einem Hotel. Unsere Gebühren zahlt also das Hotel. Dessen Besitzerin würde nach eigener Aussage den Club nicht führen, wenn es das Hotel nicht gäbe. U.a. wegen unserer Gebühren. Wir von der GEMA finden: Tse, tse, tse!

Der andere Club bekommt von der Stadt München sechsundsiebzigtausend Euro Unterstützung im Jahr. Unsere Gebühren zahlt also der Steuerzahler. Wir von der GEMA finden: Das geht in die richtige Richtung! Der Steuerzahler ist es schließlich gewohnt, für alles und jeden den Kopf hinzuhalten! Wir von der GEMA finden: All unsere Gebühren sollte der Steuerzahler zahlen!

In diesem Sinne, Ihre GEMA - „Deutschlands Kulturvernichter Nr.1“ („Stiftung Kulturtest“ 20/10)
Unser Thema nächste Woche: Was verdient eigentlich unser Vorstand?!

P.S.: Bitte!!! - Schreiben Sie uns!!! - Ihre Meinung ist uns wichtig!!! Direkt an unseren Vorstands-Vorsitzenden Dr. Harald Heker unter hheker@gema.de

München, im Juni 2010
tv
„Vogler“, Thomas Vogler, Rumfordstrasse 17, 8o469 München
Dies ist eine Mitteilung, die die GEMA natürlich so nie schreiben würde.


06. September 2010: Vogler-Newsletter (Auszug):

6. Mitteilung (der GEMA) an die Gäste der Jazzbar Vogler

Liebe Gäste der Jazzbar Vogler,

wir bitten um Nachsicht: Unsere letzte Mitteilung war im Juni. Wir wollten Sie eigentlich nicht so lange warten lassen, mußten uns aber auf unser Kerngeschäft konzentrieren: Die Planung unserer nächsten Weihnachtsfeier. Jetzt aber sind wir wieder ganz bei Ihnen, unseren hochgeschätzten Freaks, die sich für so etwas antiquiert überflüssiges wie Live-Musik interessieren.

Wir haben in den letzten Mitteilungen versucht, Ihnen einen kleinen Einblick in unser Denken und Wirken zu geben. Heute möchten wir Sie in ein weiteres Wunder unserer Gebühren-Ordnung einweihen: Die Berechnung der Gebühren für Diskotheken im Unterschied zur Berechnung der Gebühren für Live-Musik-Bühnen.

Diskotheken in der Größen-Ordnung des „Voglers“ berechnen wir für die Nutzung „unserer“ Musik jährlich 4.125,90 Euro - dem „Vogler“ 11.047,- Euro - knapp das dreifache. Bitte fragen Sie jetzt nicht nach dem „Warum“, nach der „Logik“, oder was Sie sonst noch fragen wollen, wir wissen es ja selber nicht. Wir von der GEMA finden: Das „Warum“ kann uns auch völlig wurscht sein. Vielleicht muß es jetzt aber einfach mal raus: Wir finden Live-Musik einfach zum K..... . So. Nichts für ungut, aber einmal mußte es ja gesagt werden.

In diesem Sinne: Mahlzeit!

Ihre GEMA -
„Deutschlands Kulturvernichter Nr.1“ („Stiftung Kulturtest“ 2o/1o)

P.S.: Bitte!!! - Schreiben Sie uns!!! - Ihre Meinung ist uns wichtig!!!
Direkt an unseren Vorstands-Vorsitzenden Dr. Harald Heker unter hheker@gema.de

München, im September 2010
tv
„Vogler“, Thomas Vogler, Rumfordstrasse 17, 8o469 München
Dies ist eine Mitteilung, die die GEMA natürlich so nie schreiben würde.
„K....“ steht natürlich für: „Knuddeln“ - was sonst ... :-)


DIVERSE INFOS

04. Juli 1951

"Der Spiegel": "GEMA ist an allem schuld"


26. Juli 2009

Vogler-Newsletter (Auszug):

Schreiben des Kulturreferates München an mich:

"Darf ich das Angebot des Kulturreferates erneuern, daß wir 2oo9 für die Montags-Sessions die Gema-Gebühren übernehmen würden, wenn Sie einen entsprechenden Antrag stellen?" - So weit ist es jetzt schon - dass die öffentliche Hand = der Steuerzahler für die Gema-Gebühren aufkommen soll. Jetzt wissen Sie auch, was mit vielen Geldern der Kulturförderung passiert - sie gehen an wen?! An die GEMA ... :-)


02. Januar 2010:

MUSIKEXPRESS:  "Also beisst die GEMA Konzertveranstaltern in den Hals"


13. Februar 2010:

DER SPIEGEL: GEMA: "Intransparenz, Ineffizienz, Ungerechtigkeit - die Wut auf den Rechteverwerter GEMA wächst"


02. Mai 2010

Vogler-Newsletter Lange Nacht der Musik


16. Mai 2010

Vogler-Newsletter (Auszug):

An diesem Montag, 17. Mai 2010 um 13 Uhr findet die Sitzung des Petitionsausschusses des Deutschen Bundestages zum Thema „GEMA“ statt. Die von Monika Bestle initiierte Petition wurde von über 100.000 GEMA-Frustrierten unterschrieben. Unbestätigten Berichten zufolge denkt der Bundestag darüber nach, die GEMA wegen „vorsätzlicher grober Benachteiligung kleiner Bühnen“ abzuschaffen. War ein Scherz :-) (...)


18. Mai 2010

"Forderung nach grundlegender Reform der GEMA"
Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages:
http://www.bundestag.de/presse/hib/2010_05/2010_158/01.html (Link nicht mehr online)


27. Mai 2010

Schreiben der GEMA: „Wiedergabe von Fernsehsendungen anl. der Fußball-WM 2o1o“:
Bei einer beschallten Fläche bis zu 100 qm: 82,67 Euro brutto
bei einer beschallten Fläche über 100 qm: 123,36 Euro brutto.
Ein weiteres Beispiel für die vorsätzliche Benachteiligung kleiner Bühnen und Veranstalter durch die GEMA.


28. Mai 2010

„Betrugsverdacht bei der GEMA“

„Lug und Trug bei der Verwertungsgesellschaft: In einer Pressekonferenz hat der Gema-Vorstandsvorsitzende, Harald Heker, bekannt gegeben, dass zwei Mitarbeiter und zehn Mitglieder im Verdacht stehen, Veranstaltungen angemeldet zu haben, die in dem angekündigten Umfang so nicht bzw. überhaupt nicht stattfanden. Betroffen davon seien Life-Events im Bereich U-Musik. Die Höhe des Schadens konnte bisher nicht beziffert werden, den Mitarbeitern wurde fristlos gekündigt. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft.“ (meedia, 28. Mai 2010)

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/schwerer-betrugsverdacht-bei-der-gema/3446858.html


22. Oktober 2010

"Alle meine Centchen - GEMA kassiert bei Kindergärten"

Der GEMA-Vorstand hat mal wieder zugeschlagen. Diesmal probiert er es mit Kindergärten. Als nächstes wahrscheinlich mit Asylbewerber-Unterkünften („Du sicher nix gezahlt GEMA in Heimatland“), Obdachlosenheimen oder Hartz IV Empfängern („wer aus dem letzten Loch pfeift, tut dies im Zweifelsfall mit einer GEMA-geschützten Melodie“). Was „Der Vorstand“ sich als nächstes einfallen läßt?! Wir dürfen gespannt sein ... :-)

//youtube.com/watch?v=cG7R_5vjr_s

(P.S.: Die causa Axel Sikorski hat ein echtes Gschmäckle :-)


12. Dezember 2010

Vogler-Jahres-Rückblick-Newsletter (Auszug):

Newsletter 3o5 bis 351 hatten immer wieder mit der GEMA zu tun. Es bleibt abzuwarten, ob es dem GEMA-Vorstand Herrn Harald Heker hheker@gema.de mit der juristischen Unterstützung des Rechtsanwaltes Herrn Christoph Edler von Weidenbach christoph.von.weidenbach@bbh-online.de im Jahr 2o11 gelingt, die Klein-Kultur-Landschaft Deutschlands im wahrsten Sinne des Wortes weiter zu verwüsten.

Der GEMA-Vorstand scheint einzig und allein dem Zeitgeist zu frönen: „Gier ist Geil“. Es ist erstaunlich, wie eine an sich hervorragende Idee, der Schutz der Urheberrechte von Komponisten, durch Gier und Maßlosigkeit einiger weniger ganz offiziell und öffentlich mit Füßen getreten wird. Die GEMA gehört zu den meist gehassten und verachteten Unternehmen Deutschlands. Die Eigen-PR: eine Katatrophe. Die letzte Inkasso-Aktion des GEMA-Vorstandes betraf: Kindergärten. Der GEMA-Vorteil: Monopolist zu sein.

Die Live-Musik-Szene ist durch seinen geringen Schutz durch Lobbyisten und Verbände ein besonders beliebtes Ziel des GEMA-Vorstandes. Ein Beispiel: Diskotheken zahlen bei gleicher Größe nur ein Drittel der Gebühren wie Live-Musik-Bühnen. - Bald wird es so sein, daß Musiker durch solche Methoden überhaupt keine Möglichkeiten mehr für einen Auftritt haben werden - weil es keine Musikbühnen mehr geben wird: G(ebt) E(ure) M(usikbühnen) A(uf). Außer der Steuerzahler zahlt, wie bereits jetzt in vielen Fällen, die Zeche: Kultur-Subventionen subventionieren: die GEMA.

Die GEMA scheint sich immer mehr zu einem Selbstbedienungsladen zu entwickeln. Ein Beispiel: Der Verwaltungskosten-Aufwand der GEMA liegt 2oo9 bei 15,2%. Zum Vergleich: Der der „Europäischen Union“ bei 6%. Der GEMA-Vorstand gönnte sich 2oo9 Gehälter in Höhe von 1,2 Millionen Euro - die pensionsvertraglichen Bezüge lagen 2oo9 bei 548.ooo Euro. Auch hier liegt der Verdacht nahe, daß der GEMA-Vorstand Gelder, die eigentlich den Komponisten zustehen würden, sich selber gönnt.

Ein weiteres Beispiel: Der GEMA-Vorstand hat 2oo9 334 Millionen Euro an seine Mitglieder ausgeschüttet: 62,99% davon (also 21o Millionen Euro) an nur 5,19% der GEMA-Mitglieder: An die sogenannten „Ordentlichen Mitglieder“ (das sind die, die bei der GEMA etwas zu sagen haben). Der GEMA gelingt es dadurch, sich immer wieder selber zu legitimieren: Die Ordentlichen Mitglieder = 5,19% der GEMA-Gesamt-Mitglieder werden einen Teufel tun, durch eine Neu-Strukturierung der GEMA sich selber zu schaden.
Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen.


30. Januar 2011
Systematische Diskriminierung von Frauen bei der GEMA.

"Männer (werden) bei der GEMA viel schneller befördert als Frauen" - „mit einer Wahrscheinlichkeit von 98,7 % handele es sich um systematische Diskriminierung" (SZ vom 26.01.11).

http://bit.ly/1WCucAw

Systematische Diskriminierung - bestätigt hat dies das Landesarbeitsgericht Berlin. Geklagt hat die Personalleiterin (!) der GEMA in Berlin: Silke Kühne. Weiter stellte das Gericht fest, daß die Klägerin vom GEMA-Gesamt-Personalleiter, dem Justitiar und einem Mitglied des Vorstandes gemobbt wurde.

Mehr Infos 


Am 19. Mai 2011 gab es ein Gespräch mit dem neuen Bezirksdirektor der "GEMA" Herrn Jürgen Baier, seiner Sachgebietsleiterin Frau Ilona Albrecht und mir. Das GEMA-Vogler-Verhältnis könnte damit auf eine neue Basis gestellt worden sein.


21. August 2011

"Anonymous" hat die "Gema"-Homepage angegriffen
http://bit.ly/1X7TxlO


08. Oktober 2011

"Musikpiraten wollen Strafanzeige gegen GEMA erstatten"
http://bit.ly/1Un23Hu


23. Juni 2012

FRANKFURTER RUNDSCHAU: "Kein deutscher Verein ist verhasster als die GEMA"
http://bit.ly/1razUvv


19. September 2012:

"Raus aus der GEMA!" - "Süddeutsche Zeitung", Seite 2, Gast-Kommentar der Berliner Künstlerin Zoe.Leela
http://bit.ly/214bhNk


25. Juni 2012

Frankfurter Rundschau: "Streit um GEMA-Gebühren "GEMA - der Club der oberen 3.400"


02. Juli 2013
"GEMA erhebt Gebühren auf von der NSA aufgezeichnete Telephongespräche"

Juli 2014

brand eins: "Alternative zur GEMA"


24. Dezember 2014

GEMA versucht über "Musikfolgen" zusätzlich Geld von Musikbühnen zu kassieren: Musiker/Bands müssen, wenn Sie in Clubs auftreten, sogenannte "Musikfolgen" ausfüllen. In diesen "Musikfolgen" werden die gespielten Titel und deren Komponisten aufgeführt. Damit die GEMA den Komponisten dann Tantiemen ausschütten kann. Soweit die Theorie. Das "Vogler" schickt jedem Musiker nach seinem Auftritt einen Link mit der Bitte, das Formular auszufüllen. Eine Kopie der Aufforderung geht an die GEMA.

Die GEMA hat mir nun am 24.12.2014 eine Rechnung über 255,45 Euro zugestellt. Warum?! Nicht alle Musiker hätten 2013 die Musikfolgen abgegeben. Das hat mehrere Gründe, u.a. daß sogar Komponisten, die bei der GEMA Mitglied sind "sich wegen der paar Cent die ich von der GEMA bekomme, nicht die Mühe mit den Musifolgen machen" wollen. 

Das eigentlich interessante ist jedoch: Die GEMA schüttet an Komponisten gar keine Gelder mehr aus, wenn "Musikfolgen" später als 6 Monate abgegeben werden: "Von der Verrechnung ausgeschlossen sind Programme, die (...) nach Ablauf einer Frist von 6 Monaten nach den Veranstaltungen bei der GEMA eingehen", so die GEMA. Die GEMA schrieb sogar am 05.02.2015: "Die Musikfolgen werden nicht aufgrund der Ausschüttung an die Urheber eingefordert sondern aufgrund der Tatsache, dass sie (das "Vogler") ohne die Einreichung keinen Anspruch auf den vollen Gesamtvertragsnachlass haben." Das heißt übersetzt: Die GEMA versucht von Musikbühnen zusätzlich zu den "normalen" GEMA-Gebühren, die die Bühnen an die GEMA abführen müssen, weitere Gelder zu kassieren, um ihren "Allgemein-Topf" zu füttern - und damit die sogenannten "Ordentlichen Mitglieder" glücklich zu machen (oder die Weihnachtsfeier zu finanzieren - oder: what ever).

Geichzeitig droht die GEMA den Bühnen: „lhren Lizenzrechnungen liegt ein Gesamtvertragsnachlass in Höhe von 20% zugrunde. Wir haben mit lhrem Verband (DEHOGA) vereinbart, dass ein Anteil dieses Nachlasses entfällt, wenn ein Veranstalter dieser gesetzlichen Verpflichtung (Einreichung der Musikfolge) nicht nachkommt.“

Der administrative Mehr-Aufwand, der sich gerade für kleine Bühnen wie das "Vogler" ergibt, ist immens: Allein für 2013 musste ich wegen der "Musikfolgen" 521 E-Mails an die GEMA versenden. Fakt ist: Der Veranstalter kann diese "Musikfolgen" selbst nicht ausfüllen, er ist auf das good-will der Musiker angewiesen. Reicht auch nur ein Musiker die Musikfolge nicht ein, hat die GEMA das "Recht", die Bühnen zu "bestrafen".

Möglicher Grund könnte aber auch sein: Die GEMA könnte damit versuchen, das elektronische Ausfüllen der Musikfolgen zu reduzieren und die Bühnen auf das sofortige, handschriftliche Ausfüllen der Musikfolgen zu drängen. Nicht um damit die Ausschüttung an die Komponisten zu erhöhen (GEMA: "Die Musikfolgen werden nicht aufgrund der Ausschüttung an die Urheber eingefordert ...") sondern um dann zu argumentieren: "Wegen Unleserlichkeit der abgegebenen Musikfolgen konnten die gespielten Stücke leider keinem Komponisten zugeordnet werden - die Tantiemen fliessen in den Allgemein-Topf." Könnte sein.


01. Februar 2015

Vogler-Newsletter Nr. 527 "Bedien´ Dich ..."


08. Februar 2015
Vogler-Newsletter Nr. 528: "Raff-iniert ..."

Reaktionen der GEMA und von "Ordentlichen GEMA-Mitgliedern" auf meinen Newsletter Nr. 528 "Raff-iniert ..." (auf meinen Newsletter Nr. 527 "Bedien´ Dich ..." gab es seitens der GEMA und Ihrer "Ordentlichen Mitglieder" interessanterweise keine Reaktionen):

"(Vogler) ist dumm (und) verlogen (...) Wer so viel gelogenen und hanebüchenen Schwachsinn postet bekommt hoffentlich bald Post von besagtem Anwalt. Das ist ja beinahe Volksverhetzung. Ich habe selten so eine gequirlte Scheisse lesen müssen. "My dad is a liar?" gehört ihm etwa die Jazzbar Vogler? (...) Ich habe bereits angeregt über eine Strafanzeige nachzudenken, gegen diese Jazzbar Vogler. (...) Auf die Antwort dieses Abzockers "Jazzclub Vogler" bin ich dann jetzt mal gespannt. Wahrscheinlich ist er aber noch mit dem Geldzählen beschäftigt. Ich habe gehört, dass dort ein Bier mehr als doppelt so viel kostet wie im Supermarkt. Das ist ja schon reinster Kapitalismus!" (Harald Reitinger)

"Wenn man von einer Sache so gar nichts begreift, dann ist es einfach oft besser den Ball flach und den Mund geschlossen zu halten. Was ist hier los: Zu viel Chemtrails inhaliert?" (Matthias Hornschuh) (Sie wissen ebenso wenig wie ich, was "Chemtrails" sind?! Hier die Info: http://de.wikipedia.org/wiki/Chemtrail )

"Das System "Newsletter Jazzbar Vogler" funktioniert offenbar nur mit falschen Zahlen und dümmlichen Verleumdungen." (Martin Hass)

"Raff-iniert“ sind hier einzig und allein Ihre haltlosen Verleumdungen. Die GEMA ist ein wirtschaftlicher Verein und macht daher keinen Gewinn. Nach Abzug der Verwaltungskosten, welche ca. 15 Prozent betragen, werden alle Einnahmen an unsere Mitglieder und über Schwestergesellschaften an ausländische Berechtigte ausgeschüttet.

Ihre Rechnung geht nicht auf, weil sie den größten Anteil der Tantiemen, der ausländischen Urhebern zusteht, nicht beachten. Außerdem scheinen Sie nicht zu verstehen, dass die Tantiemen nach Nutzungshäufigkeit verteilt werden, was für die Mitglieder eine gerechte Verteilung gewährleistet. Die Werke der ordentlichen Mitglieder erwirtschaften mehr als 60 % unserer Einnahmen, daher ist es nur logisch, dass diese Tantiemen auch an die ordentlichen Mitglieder gehen. Durch das Solidaritätsprinzip innerhalb der GEMA bekommen die „Kleinen“ sogar mehr, als ihnen in Anbetracht der Nutzungshäufigkeit zustehen würde, da die ordentlichen Mitglieder einen Teil abgeben.

Oh Wunder, die GEMA hat Ausgaben – wie jede andere Organisation auf dieser Welt auch. Das ist kein Geheimnis und kann in unseren Geschäftsberichten nachgelesen werden. Sie stellen die GEMA als Abzocker-Verein dar, weil Sie selbst keine Ausgaben für Jazzkomponisten mit einkalkulieren möchten. An dieser Stelle wollen wir dann doch einmal eine Frage an Sie stellen: Warum sollten sich Clubs wie der Jazzclub Vogler kostenlos am weltweiten Musikrepertoire bedienen dürfen? Wo bleiben Fairness und Verständnis für Musikurheber und speziell für Jazzkomponisten?" (Pressestelle der GEMA auf meiner FB-Seite)


22. Februar 2015

Vogler-Newsletter Nr. 530  TACHELES


01. Maerz 2015

Vogler-Newsletter: "Post von der GEMA bekommen."


22. Maerz 2015

Vogler-Newsletter: "Stinkt Gott GEMA"


29. März 2015

Vogler-Newsletter: "Hebammel"


19. April 2015

Vogler-Newsletter: "Nenn´ mir Thema. kriegst Du GEMA"


08. Mai 2015

Ich glaube, ich sollte eine neue Rubrik einführen: "Was GEMA-Mitglieder über den Vogler schreiben". Der Komponist Harald Reitinger hatte ja schon geschrieben, ich sei "dumm", "verlogen", "ein Hetzer" und "ein Abzocker", ich schreibe "gequirlte Scheisse", sei "mit dem Geldzählen beschäftigt", "irgendwie gestört", "irgendwas ist bei dem im Hirn schief gelaufen" usw. usw.

Gerade hat ein weiteres GEMA-Mitglied geschrieben: Peer Jalowietzki. Ich sei ein "Vollhonk", ein "Depp", "6.000 € für jeden Tag live Musik ... das ist ja nun echt gar nichts ... wenn er sich das nicht leisten kann soll er die Bude zumachen", das "Vogler" ist "eh komplett irrelevant" ...

Sympathische Menschen, diese GEMA-Mitglieder - und so niveauvoll ...


09. Mai 2015

"GEMA verlangt Gebühren fürs Volkslieder singen"
http://www.shz.de/lokales/schleswiger-nachrichten/gema-verlangt-gebuehren-fuers-volkslieder-singen-id9664756.html

Zum selben Thema:
http://www.sueddeutsche.de/panorama/ein-anruf-bei-helga-von-assel-kulturcafe-betreiberin-1.2479914


15.Mai 2015:

VICE.COM: "Heulsuse #1: Die GEMA"


25. Mai 2015

DIE WELT: "Die GEMA, das unheimliche Monopol" http://www.welt.de/politik/deutschland/article141405537/Die-Gema-das-unheimliche-Monopol.html


1. Juni 2015:

Vogler-Newsletter: "Hoffnung - Aufforderung zur Unterlassung strafbarer Handlungen")


19. Juni 2015:

"Bundesgerichtshof: Radio-Musik in Zahnarztpraxis nicht GEMA-pflichtig": http://www.heise.de/newsticker/meldung/Bundesgerichtshof-Radiomusik-in-Zahnarztpraxis-nicht-GEMA-pflichtig-2718019.html


15. November 2015

Vogler-Newsletter "Meine GEMA-Braut"


06. Maerz 2016

Vogler-Newsletter "GEMA-PUFF?!"


13. Dezember 2016

E-Mail an die GEMA: (da es inzwischen grundsätzlich keinen persönlichen Ansprechpartner mehr bei der GEMA gibt, die etwas seltsam anmutende Anrede):

"Sehr geehrte(r) Frau/Herr kontakt@gema.de ,

ich habe heute Ihre Rechnung 1510247214727 über 99,46 Euro für die Veranstaltung vom 17.09.2016, „Bem Brasil“ erhalten. Gegen diese lege ich fristgerecht Widerspruch ein. Die Veranstaltung wurde von mir am 5.10.2016 (sh. unten), wie nachweislich auch die letzten Jahre, gemeldet.

Sie weisen in Ihrer Rechnung keine Mehrwertsteuer aus. Das ist illegal. Auch Sie als GEMA sind grundsätzlich dazu verpflichtet, eine - den Anforderungen des Umsatzsteuergesetzes entsprechende - Rechnung auszustellen. In seinem Urteil vom 26.06.2014 - VII ZR 247/13 hat der BGH entschieden, dass dem Leistungsempfänger schon allein deshalb ein „Verweigerungsrecht“ zukommt, wenn ihm keine ordnungsgemäße Rechnung ausgestellt wird.

Sie schreiben: „Die Veranstaltung wurde ohne unsere Einwilligung durchgeführt!“ - Ist es jetzt schon so weit, dass Musik-Bühnen, bevor sie Musiker buchen, Ihre „Einwilligung“ einholen müssen?!

Sie berechnen in der o.a. Rechnung 49,73 Euro für „Kontrollkosten“. Darf ich fragen, was oder wen Sie zwei Monate lang für 49,73 Euro kontrolliert haben, wenn Sie am 05. Oktober 2016 die Meldung für das Konzert vom 17. September 2016 erhalten haben?!

Sie berechnen 49,73 Euro für 1 Konzert. Das entspricht ca. 3,- (!) Euro PRO Musik-Stück. Sie schreiben: „Veranstaltungspausen (Min) 0“. Keine Minute Veranstaltungspause?! Soll ich Ihnen jetzt auch noch die Länge der Pausen melden?! Was ziehen Sie denn pro Pausen-Minute ab?!

Sie schreiben: „Bitte melden Sie künftig alle Veranstaltungen mit Musik rechtzeitig bei uns an. Das erspart Ihnen höhere Kosten.“ Sie haben am 05. Oktober 2016 die Meldung für das Konzert vom 17. September 2016 erhalten. In der Regel erhalten Sie die Meldung der Veranstaltung am Anfang oder am Ende der jeweiligen Woche. Nicht vorher: Weil es immer wieder Änderungen geben kann.

Sehr geehrte(r) Frau/Herr kontakt@gema.de , ich weiß nicht, wie viele Rechnungen ich von Ihnen schon ohne Mwst., fehlerhaft berechnet, mit falschen Daten etc. etc. erhalten habe. Ich weiß aus langjähriger Erfahrung, daß die GEMA, basierend auf ihrer Monopol-Stellung, keinerlei Respekt vor Kulturschaffenden hat.

Es bleibt zu prüfen, ob eine zivil-rechtliche Anzeige nach §§ 291 StGB gegen Ihren Vorstands-Vorsitzenden Herrn Dr. Heker erfolgreich wäre. Weiter behalte ich mir eine Prüfung nach § 19 GWB vor. Ich bin mir sicher, daß sich diesen Klage viele Bühnen anschliessen würden.

Mit freundlichen Grüßen
Thomas Vogler


14. Dezember 2016

E-Mail an die GEMA: (da es inzwischen grundsätzlich keinen persönlichen Ansprechpartner mehr bei der GEMA gibt, die etwas seltsam anmutende Anrede):

Betrifft: Einholen Ihrer Einwilligung für die Konzerte/Länge der Veranstaltungspausen vom 14.12.2016 bis 30.12.2016 in der "Jazzbar Vogler"

Sehr geehrte(r) Frau/Herr Kontakt,

in Ihrer Rechnung 1510247214727 vom 9.12.2016, weisen Sie u.a. die Länge der Veranstaltungspausen aus, fordern, daß die Einwilligung der GEMA für eine Konzert-Veranstaltung eingeholt werden muss, weisen keine Mwst. aus und berechnen 99,46 Euro GEMA-Gebühren für nur 1 Konzert.

Der Reihe nach.

Sie weisen in Ihrer Rechnung die Länge der Veranstaltungspausen aus: „Veranstaltungspausen (Min) 0“. - Es ist leider noch nicht absehbar, wie lange die Veranstaltungspausen dauern werden. Bitte teilen Sie mir mit, wie lange diese dauern dürfen, wieviel Sie pro Minute Pause zu berechnen gedenken, ob in der Pause gesprochen werden darf, welche Themen GEMA-konform sind - und welche nicht.

Dass das „Vogler“ nach bald 20 Jahren Live-Musik für Konzerte die Einwilligung der GEMA: „Die Veranstaltung (am 17.9., „Bem Brasil“) wurde ohne unsere Einwilligung durchgeführt!“, einholen muss, ist neu. Nun gut. Wie Sie wissen, werden Ihnen alle meine Veranstaltungen per E-Mail fristgerecht gemeldet. Sollte ich also nicht Ihrerseits jeweils am Veranstaltung-Tag bis 12.00 Uhr mittags eine E-Mail erhalten, in der Sie sich explizit gegen die von mir geplanten Veranstaltungen aussprechen (sei es, weil Ihnen die Musik-Richtung, die Haar-Farbe, das Photo oder die Wetter-Vorhersage nicht passen ...) gilt Ihre Einwilligung als gegeben.

Und: Sie haben in der genannten Rechnung keine Mehrwertsteuer ausgewiesen, der Rechnungsbetrag sei aber trotzdem „brutto fällig“. Auch Sie als GEMA sind grundsätzlich dazu verpflichtet, eine - den Anforderungen des Umsatzsteuergesetzes entsprechende - Rechnung auszustellen (sh. dazu u.a. das Urteil vom BGH vom 26.06.2014 - VII ZR 247/13). Sollte die GEMA inzwischen über dem Gesetz stehen, bitte ich, mir dies ebenfalls mitzuteilen.

Last but least: Sie haben für 1 Konzert („Bem Brasil“, 17.9.2016) insgesamt 99,46 Euro GEMA-Gebühren berechnet. Hochgerechnet auf alle Veranstaltungen im „Vogler" ergäbe das pro Jahr GEMA-Gebühren in Höhe von ca. 31.000,- (einunddreißigtausend) Euro.

G-ebt E-ure M-usikbühnen A-uf.

Mit wie immer besonders freundlichen Grüßen
Thomas Vogler


 15. Dezember 2016

E-Mail an die GEMA: GEMA-Irrsinn, 3. Teil: Auch heute habe ich wieder Post von der GEMA bekommen:

"Sehr geehrte Frau/Herr Kontakt,

mit Schreiben vom 12.12.2016 fordern Sie das „Nachmelden aller Konzerte“. Sie konkretisieren „aller“ nicht und lassen offen, ob Sie damit alle Konzerte seit dem 31. Juli 1997 meinen, „nur“ das Jahr 1998 und/oder das Jahr 2005 oder doch vielleicht das Jahr 1764 ...

Weiter schreiben Sie, wie auch schon in Ihrer Rechnung vom 9.12.2016, ich soll, bevor ich Konzerte veranstalte, seit neuestem "VORHER die Rechte bei der GEMA einholen“ (sic!) wenn ich „urheberrechtlich geschützte Musik nutzen möchte“. Glauben Sie inzwischen, Sie haben das Recht zu entscheiden, ob Konzerte stattfinden oder nicht?!

Konkret: Heute spielt der Saxophonist Lars Haake mit dem Pianisten Stefan Fuchs. Darf ich dieses Konzert veranstalten?! Habe ich aus Ihrer Sicht das Recht dazu?! Sie haben bis Konzert-Beginn um 20.30 Uhr Zeit, gegen das Konzert der beiden Einspruch zu erheben. Sie müssen Ihren Einspruch nicht begründen. Das erwarte ich gar nicht. Ich weiß, daß Sie Live-Musik in kleinen, nicht subventionierter Bühnen auf den Tod nicht ausstehen können und alles, aber auch alles dafür tun, das Über-Leben dieser zu torpedieren. Nur zu. Das „Vogler“ hat trotz der GEMA bald 20 Jahren überlebt. Ich werde mich auch in Zukunft nicht von Ihnen kleinkriegen lassen.

P.S.: In Ihrem Schreiben vom 12.12.2016 schreiben Sie weiter: „Für die oben genannte Veranstaltung („Nachmelden aller Konzerte“) liegt uns leider keine vollständige Anmeldung vor.“ - GEMA-Irrsinn.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Vogler


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