G-ebt E-ure M-usikbühnen A-uf
Die "Gebt-Eure-Musikbühnen-Auf" (GEMA) muß reformiert werden.
Sonst gibt es bald keine Musikbühnen mehr. 2oo9 hat mir die GEMA 11.047,00 Euro als "Gebühr" berechnet.
Offener Brief an Herrn Jochen Heise Jochen.Heise@bbh-online.de, Rechtsanwalt der GEMA von der Kanzlei "Becker-Büttner-Held" (cc: Herrn Bernhard Haslbeck, Bezirksdirektor GEMA-München bhaslbeck@gema.de ) - vom 22. Juli 2oo9
Sehr geehrter Herr Heise,
vielen Dank für Ihre E-Mail. - (...) - Wie Sie wissen beruht die Forderung der von Ihnen vertretenen Gema auf eine Gebührenordnung, die sich ausschliesslich auf Raum-Größe und Eintritts-Höhe unabhängig vom erzieltem Umsatz, tatsächlichen Besucherzahlen, ausgezahlten Gagen etc. bezieht. Diese Gebührenordnung kommt einer schutzgeldartigen Zwangsabgabe gleich, die dazu führt, daß im Sommer bis zu 5o% des kompletten gastronomischen Tages-Umsatzes an die Gema abzuführen ist. Aus meiner laienhaften Sicht scheinen solche Verträge sittenwidrig zu sein. Dies bliebe juristisch zu prüfen. (...)
Die Gema benachteiligt seit Jahren nachweisbar mit ihrer Gebührenordnung kleine Bühnen und betreibt aus meiner Sicht tagtäglich Bruch ihrer eigenen Satzung: "Bei Vergebung der Rechte werden die Bedürfnisse der kulturellen Musikpflege berücksichtigt." (Satzung der Gema §2,4).
Die Aussagen des Gema-Vorstandes "Musik kann man weglassen - Steuern muss man zahlen" oder der Vergleich von Live-Musik mit Dixie-Klos legen den Schluss nahe, dass der Gema-Vorstand sich seiner kulturellen Verantwortung nicht bewußt zu sein scheint.
Die Gema als Idee ist wichtig und richtig. Aber die reelle Umsetzung kommt einer Kultur-Verhinderung und Kultur-Vernichtung gleich. Und das kann weder im Sinne der Komponisten noch im Sinne all derer sein, für die Live-Musik ein wesentlicher Bestandteil kulturellen Lebens darstellt.
Sollte die Gema im Zuge der durch die Petition entstandenen öffentlichen Diskussion an einer strukturellen Veränderung interessiert sein, wäre ich gerne bereit, konstruktiv daran mitzuarbeiten.
Mit freundlichen Grüßen
Thomas Vogler
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Beitrag über die GEMA in der Sendung "quer" des Bayerischen Fernsehens vom 16. Juli 2oo9 (leider nicht mehr online):
http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/quer/quer-gema-musik-ID1247781906437.xml
Artikel von Oliver Hochkeppel in der SZ vom 13. Juli 2oo9 (nicht mehr kostenfrei verfügbar):
http://www.sueddeutsche.de/b5Z38K/2964999/Langer-Leidensdruck.html
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Vogler-Newsletter vom 26. Juli 2oo9 (Auszug): Exklusives Film-Material aus dem "Gema-Trainings-Zentrum für zukünftige Vorstände". In der ersten Trainings-Stufe muss ein zukünftiger Gema-Vorstand wie folgt reagieren wenn er mit Musik konfrontiert wird ... :-)
http://www.youtube.com/watch?v=5P6UU6m3cqk&feature=related
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Vogler-Newsletter vom 26. Juli 2oo9 (Auszug): Schreiben des Kulturreferates München: "Darf ich das Angebot des Kulturreferates erneuern, daß wir 2oo9 für die Montags-Sessions die Gema-Gebühren übernehmen würden, wenn Sie einen entsprechenden Antrag stellen?" - So weit ist es jetzt schon - dass die öffentliche Hand = der Steuerzahler für die Gema-Gebühren aufkommen soll. Jetzt wissen Sie auch, was mit vielen Geldern der Kulturförderung passiert - sie gehen an wen?! An die GEMA ... :-)
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Vogler-Newsletter vom 18. April 2o1o: "Eure Mütter mit: Der Typ der bei der Gema die Titel eingibt, ist ein ganz blöder Penner":
http://www.youtube.com/watch?v=KVf6QqIT-tw
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Vogler-Newsletter vom o2. Mail 2o1o:
"Liebe Freundin, lieber Freund der Jazzbar Vogler,
sorry, aber das muß jetzt sein:
Diesen Samstag findet wieder die „Lange Nacht der Musik“ statt. Wieder ohne das „Vogler“. Der Hauptgrund der letzten Jahre: Die GEMA ist auch Veranstaltungsort. Das ist ungefähr so, als würde bei der „Langen Nacht der Veganer“ der Schlachthof mit: „Schlachten Sie selbst!“ oder bei der „Langen Nacht des Weltfriedens“ eine Waffenfabrik mit: „Erschieße einen Wehrlosen!“ mitmachen. Meine Bitte: Sollten Sie am Samstag teilnehmen: MEIDEN Sie die GEMA, den größten Kultur-Vernichter und Kultur-Verhinderer der Republik. Die GEMA-Vorstände Dr. Harald Heker, Dipl.-Oec. Rainer Hilpert und Georg Oeller handeln nach dem Zeitgeist: Gier.
Ein Beispiel: Knapp 4.97o,- Euro berechnete der GEMA-Vorstand dem „Vogler“ 1998 - bereits 11.o47,- Euro (!) waren es 2oo9. Der GEMA-Vorstand verlangt vom „Vogler“ für jeden Tag an dem Live-Musik gespielt wird (völlig unabhängig von Umsatz, Besucherzahl, ausgezahlter Gage etc.) 36,92 Euro. Jeden Tag. Völlig gleichgültig, ob z.B. an heißen Tagen überhaupt jemand kommt. Interessant: Auch Toiletten und die Küche werden bei der Berechnung der qm mitgezählt - könnte ja schließlich sein, daß da jemand zuhört! Wenn man weiß, daß sich jeder der drei Herren pro Jahr 38o.ooo,- Euro Gehalt gönnen (und damit mehr als z.B. der Bundesbank-Vorstand), verstehe ich natürlich, daß wir kleinen Bühnen bluten müssen - dafür bluten wir doch gerne ... :-)
1998 hat der kleine Vogler einen ersten Prozeß gegen die grauen Kultur-Diebe (sh. Michael Endes „Momo“) des GEMA-Vorstandes geführt. U.a. ging es damals um die Benachteiligung kleiner Bühnen durch die Degression in der Gebührenordnung (= je kleiner die Bühne desto höher prozentual die Gebühren), die Berechnung eines 25%-igen Aufschlags für meine Bar-Pianisten (GEMA: „Nur Hotels haben Bar-Pianisten und Hotels haben Geld“) und die höhere Tarifierung der Jam-Session (GEMA: „Es befinden sich schließlich mehr Musiker auf der Bühne“) etc. - Seeeeehr lustig .... :-) Alle Infos dazu: Ganz am Ende des Newsletters. Und: Ein Link zu einem aktuellen „Spiegel“-Artikel: „Intransparenz, Ineffizienz, Ungerechtigkeit - die Wut auf den Rechteverwerter GEMA wächst“. Seeeeehr aufschlußreich ... :-)"
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„Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.“ (Grundgesetz, Artikel 14,2.)
Auszüge aus meiner Klage gegen die Gema,
„Anrufung der Schiedsstelle“ beim Deutschen Patentamt vom 9. Oktober 1998
Die Degression in der Vergütungsordnung der GEMA
(...) Der Antragsteller sieht in dieser Vergütungsordnung eine konkrete Benachteiligung kleiner Bühnen. Je kleiner die Bühne, desto höher (im Verhältnis) die Gebühren. (...) Das heißt, die kleine 1oo qm Bühne zahlt im Umkehrsatz im Verhältnis zur 3ooo qm Bühne bis zu 1oo% mehr Gebühren. (...) Die allgemeine Lebenserfahrung und das allgemeine wirtschaftliche Verständnis lassen nicht davon ausgehen, daß: je kleiner die Bühne desto größer das wirtschaftliche Potential - ganz im Gegenteil.
Die Vergütungsordnung verstößt durch die Degression zudem gegen §2,4. der Satzung (...) der GEMA: „Bei der Vergebung der Rechte werden die Bedürfnisse der kulturellen Musikpflege berücksichtigt.“ (...) Unter „ kulturellen Musikpflege“ ist im allgemeinen Verständnis sicher nicht ausschließlich die Förderung großer Bühnen sondern auch der Erhalt, die Pflege kleiner Bühnen zu verstehen. Gerade kleine Bühnen ermöglichen kulturelle Vielfalt. (...)
25%-iger Tarifzuschlag bei Bar-Pianisten
(...) Dieser Tarif wird mit einem 25%-igen Tarifzuschlag für Bar-Pianisten versehen. Begründet wurde der Aufschlag von Bezirksdirektor Herrn Haslbeck (...), es würden sich nur Hotels Bar-Pianisten leisten, Hotels hätten viel Geld, ein 25%-iger Aufschlag sei für diese auf Grund deren finanzieller Potenz angebracht.
Die Jazzbar Vogler ist kein Hotel.
Einem Bar-“Pianisten“ eine andere Berechnungsgrundlage zu Grunde zu legen wie zum Beispiel (...) einem Bar-“Gitarristen“ ist ebenfalls nicht nachvollziehbar.
Die von Herrn Haslbeck dargebotene „Alternative“, die Abende mit dem Pianisten als „Veranstaltungen“ und nicht als „Hintergrundmusik“ abzurechnen, ist als „Alternative“ nicht erkennbar: Dieser Tarif wäre noch höher. (...)
Die montägliche Jam-Session (Ergänzung: 1998 noch bei freiem Eintritt!)
(...) Diese wird als „Veranstaltung“ abgerechnet, als würden bis zu 2o,- DM Eintritt erhoben. Dies verstößt nach Ansicht des Antragstellers wiederum gegen §2,4. der Satzung (...) Die Jam-Session ist Plattform für Profi- und vor allem aber Nachwuchs-Musikern. Die Möglichkeit für junge Musiker, Bühnen-Erfahrung/-Präsenz zu erhalten und zu erlernen ist ebenso wichtig wie in München selten zu verwirklichen.
(...) der Tarif (sei) nach Aussage von Herrn Haslbeck (...) deshalb höher (...), da sich mehr als ein Musiker auf der Bühne befände. Bei einer Jam-Session ein nötiger und zwangsläufiger Vorgang.
Die GEMA verwaltet (...) die Rechte der Komponisten nicht aber (...) die Anzahl der die Komposition spielenden Musiker.
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Antwort der GEMA zum „Vergleichsvorschlag der Schiedsstelle“ vom 6. November 2ooo:
(...) der Vergleichsvorschlag wird unsererseits nicht akzeptiert werden. Wir werden insoweit Widerspruch einlegen.
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Anmerkung:
Wie gesagt: 1998 betrugen die jährlich an die GEMA zu zahlenden Gebühren 497o,- Euro - 2oo9 waren es bereits 11.o47 Euro. Wenn niemand die GEMA stoppt, sind es 2o2o knapp 24.554,- Euro und 2o31 54.577,- Euro.
Die GEMA ist die wesentliche Ursache dafür, warum es immer weniger Live-Musik-Bühnen gibt.
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Ein „Spiegel“-Artikel zum Thema „GEMA“: „Intransparenz, Ineffizienz, Ungerechtigkeit - die Wut auf den Rechteverwerter GEMA wächst“
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-69065860.html
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Vogler-Newsletter vom 16. Mai 2o1o (Auszug): An diesem Montag, 17. Mai 2o1o um 13.oo Uhr findet die Sitzung des Petitionsausschusses des Deutschen Bundestages zum Thema „GEMA“ statt. Die von Monika Bestle initiierte Petition wurde von über 1oo.ooo GEMA-Frustrierten unterschrieben. Unbestätigten Berichten zufolge denkt der Bundestag darüber nach, die GEMA wegen „vorsätzlicher grober Benachteiligung kleiner Bühnen“ abzuschaffen. War ein Scherz :-) Die Sitzung des Bundestages live unter http://www.bundestag.de/ weitere Informationen über die Gema z.B. unter http://www.nmz.de/dossiers/gema-petition
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"Forderung nach grundlegender Reform der GEMA" - Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages vom 18. Mai 2o1o: http://www.bundestag.de/presse/hib/2010_05/2010_158/01.html
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27. Mai 2o1o: Schreiben der GEMA: „Wiedergabe von Fernsehsendungen anl. der Fußball-WM 2o1o“
Bei einer beschallten Fläche bis zu 1oo qm: 82,67 Euro brutto
bei einer beschallten Fläche über 1oo qm: 123,36 Euro brutto.
Ein weiteres Beispiel für die vorsätzliche Benachteiligung kleiner Bühnen und Veranstalter durch die GEMA.
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28. Mai 2o1o: „Betrugsverdacht bei der GEMA“
„Lug und Trug bei der Verwertungsgesellschaft: In einer Pressekonferenz hat der Gema-Vorstandsvorsitzende, Harald Heker, bekannt gegeben, dass zwei Mitarbeiter und zehn Mitglieder im Verdacht stehen, Veranstaltungen angemeldet zu haben, die in dem angekündigten Umfang so nicht bzw. überhaupt nicht stattfanden. Betroffen davon seien Life-Events im Bereich U-Musik. Die Höhe des Schadens konnte bisher nicht beziffert werden, den Mitarbeitern wurde fristlos gekündigt. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft.“ (meedia, 28. Mai 2o1o)
http://meedia.de/nc/details-topstory/article/betrugsverdacht-bei-der-gema_100028232.html
Satzung der GEMA, §2: „(Die Gema) ist uneigennützig und
nicht auf die Erzielung von Gewinn gerichtet“ und: „Bei Vergebung der Rechte werden die Bedürfnisse der kulturellen Musikpflege berücksichtigt.“ - Die GEMA hatte schon immer ein etwas anderes Verständnis von Theorie und Praxis ... :-)
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o6. Juni 2o1o: Vogler-Newsletter (Auszug)
1. Mitteilung (der GEMA) an die Gäste der Jazzbar Vogler
Mit großem Bedauern müssen wir Ihnen mitteilen, daß es die „Jazzbar Vogler“ trotz all unserer Bemühungen immer noch gibt.
Wie Ihnen bekannt sein dürfte, versuchen wir seit Jahren, kleine und private Veranstalter möglichst ungerecht zu behandeln.
Unser Motto: „Je kleiner die Bühne, desto höher die Gebühren“ führt bei uns GEMA-Intern bereits seit Jahren zum beliebten Kalauer: „Gebt Eure Musikbühnen Auf“.
Ein Schenkelklopfer, den wir nicht mehr missen möchten.
Auch daß es uns als Monopolist gelungen ist, von kleinen Bühnen mindestens elftausend Euro jährlich verlangen zu können, ruft bei uns täglich große Erheiterung hervor.
Wir wissen, daß wir Deutschlands größter Kultur-Verhinderer und -Vernichter sind.
Das erfüllt uns mit Stolz.
Noch haben wir es leider nicht ganz geschafft, alle kleinen privaten Veranstalter in den Ruin zu treiben. Aber wir als GEMA-Vorstand versprechen Ihnen: Bevor nicht der letzte private Veranstalter Insolvenz angemeldet hat, sehen wir unseren Job als nicht erfüllt.
Das ist unser täglich Streben. Versprochen.
In diesem Sinne,
Ihre GEMA
P.S.: Leider gibt es auch diese Woche wieder Live-Musik im „Vogler“, die nicht vom Steuerzahler subventioniert werden muß. Weitere Informationen erteilt Ihnen gerne GEMA-Vorstands-Vorsitzender Dr. Harald Heker unter hheker@gema.de (oder, wenn es unbedingt sein muß, Thomas Vogler unter http://www.jazzbar-vogler.com/)"
„Vogler“, Thomas Vogler, Rumfordstrasse 17, 8o469 München
Dies ist eine Mitteilung, die die GEMA natürlich so nie schreiben würde.
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13. Juni 2o1o: Vogler-Newsletter (Auszug):
2. Mitteilung (der GEMA) an die Gäste der Jazzbar Vogler
Herr Vogler zahlt an uns zusätzlich zu den mindestens 11.ooo,- Euro für die Live-Musik 352,95 Euro im Jahr für die CD´s, die Herr Vogler vor und nach dem Konzert und in den Pausen auflegt. Bei uns heißt das: „Tonträgerwiedergabe in Gaststätten“. Wir von der GEMA finden: 352,95 Euro - Ein Schnäppchen!
Wir haben Herrn Vogler schon oft vorgeschlagen die Live-Musik wegzulassen und z.B. bei einem Abend mit der Gruppe „Buena Vida“ nur deren CD´s abzuspielen. Die Musiker könnten ja so tun, als würden Sie spielen. Die Musik wäre ja die gleiche. Wir von der GEMA finden: Eine tolle Idee!
Auch unsere Idee, den Pianisten unter der Woche so auf die Bühne zu setzen, daß das Publikum seine Finger nicht sieht, begeistert uns. Dann könnte Herr Vogler einfach eine CD des Pianisten abspielen. Wir von der GEMA finden: Das merkt kein Mensch!
Herr Vogler würde sich damit jährlich über 1o.ooo,- (zehntausend!!!) Euro sparen.
Wir von der GEMA finden: Ein faires Angebot. Wie sie das von uns gewohnt sind.
Herr Vogler würde sich dann sicher auch mindestens 5o% der Gagen sparen - denn eine direkte Leistung würde von den Musikern außer der reinen Anwesenheit und ein bißchen Schauspiel (Mund auf und zu machen an den richtigen Stellen, Instrument an- und absetzen etc.) ja nicht erbracht. Wir von der GEMA finden: Doppelt gespart!
Warum Herr Vogler nicht auf unser Angebot eingeht, ist uns ein Rätsel.
Aber wir von der GEMA werden weiterhin alles, aber auch alles dafür tun, unser Konzept „Spar Dir doch die Live-Musik!“ baldmöglichst deutschlandweit umzusetzen.
In diesem Sinne,
Ihre GEMA
P.S.: Schreiben Sie uns! Wir sind über Ihre Meinung immer dankbar. Z.B. direkt an unseren Vorstands-Vorsitzenden Dr. Harald Heker unter hheker@gema.de
München, im Juni 2o1o
tv
„Vogler“, Thomas Vogler, Rumfordstrasse 17, 8o469 München
Dies ist eine Mitteilung, die die GEMA natürlich so nie schreiben würde."
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2o. Juni 2o1o: Vogler-Newsletter (Auszug):
3. Mitteilung (der GEMA) an die Gäste der Jazzbar Vogler
Sind Sie genauso begeistert wie wir von unserer neuen Offenheit?! Von unseren schonungslos offenen Mitteilungen an Sie?! Wir von der GEMA finden: Mit Recht dürfen wir begeistert sein. Eigentlich (um mal aus dem Nähkästchen plaudern zu dürfen (ist das nicht ein schönes Bild: Ein Nähkästchen. So viel Musik darin (aber wir schweifen ab ...)
Teil unserer neuen Offenheit soll auch sein, Sie immer mal wieder schonungslos über das aufzuklären, was uns im tiefsten Inneren unseres Herzens so bewegt.
Wir von der GEMA finden: Das sind wir Ihnen schuldig!
Es heißt z.B. immer: Die GEMA zocke mit Ihrer Gebührenordnung kleine Musikbühnen ab.
Wenn wir so etwas lesen, drückt es uns dicke, dicke Tränen in die Augen.
(Ok, ok, in unserer letzte Mitteilung kam raus, daß dieselbe Musik live gespielt Herrn Vogler 36 mal mehr kostet als von einer CD abgespielt, aber das übersehen wir mal ganz leger.) Wir haben Herrn Vogler jetzt mal gebeten, uns ganz konkrete Zahlen zu nennen. Damit Sie, lieber Leser, sehen: Das stimmt ja alles nicht, was immer so behauptet wird!
Herr Vogler hat uns die Tage vom o1. bis 16. Juni 2o1o genannt. Nach Abzug der ausgezahlten Gagen zahlte Herr Vogler im Durchschnitt 9,76 Prozent seines Gesamt-Umsatzes an uns. Sie finden das viel?!
Wir als GEMA finden: NUR 9,76 Prozent des Gesamt-Umsatzes! Da kann er uns doch wohl dankbar sein, daß es nicht durchschnittlich 20 oder 30 Prozent sind! Wir von der GEMA finden: Herr Vogler sollte einfach nur glücklich sein!
By the way: Was halten Sie von unserem neuen Slogan: „GEMA - Gebt Einfach Mir Alles“?! Oder doch besser: „GEMA - Gebt Eure Musikbühnen Auf!“ - Wir von der GEMA sind ein wenig unschlüssig. Helfen Sie uns! Was meinen Sie?!
In diesem Sinne, Ihre GEMA
P.S.: Schreiben Sie uns!!! Ihre Meinung ist uns wichtig!!! Z.B. direkt an unseren Vorstands-Vorsitzenden Dr. Harald Heker unter hheker@gema.de
München, im Juni 2o1o
tv
„Vogler“, Thomas Vogler, Rumfordstrasse 17, 8o469 München
Dies ist eine Mitteilung, die die GEMA natürlich so nie schreiben würde.
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27. Juni 2o1o: Vogler-Newsletter (Auszug):
4. Mitteilung (der GEMA) an die Gäste der Jazzbar Vogler
Fassen wir zusammen, was wir in den drei letzten Mitteilungen gemeinsam erarbeitet haben:
1. Musik, die live gespielt wird, kostet das Vogler mindestens sechsunddreißig mal so viel, wie Musik, die von einer CD abgespielt wird. Auch wenn es exakt die gleiche Musik ist.
2. Aufgrund unserer Gebührenordnung zahlen kleine Musikbühnen wie das Vogler im Sommer nach Abzug der Musiker-Gagen bis zu 1oo% ihres Tagesumsatzes an uns.
Viele von Ihnen fragen sich nun: Was passiert eigentlich mit dem vielen Geld, das wir aus so einer kleinen Musikbühne wie dem „Vogler“ pressen. Auch das wollen wir Ihnen nicht verheimlichen. Wir haben ein System erfunden, das uns glücklich macht:
334 Millionen Euro haben wir 2oo9 an unsere Mitglieder ausgeschüttet.
62,99% davon (also 21o Millionen Euro) aber an nur 5,19% unserer Mitglieder verteilt:
An unsere sogenannten „Ordentlichen Mitglieder“ (das sind die, die bei uns was zu sagen haben). Wir schütten das Geld also eigentlich an uns selbst aus. Clever, gell!
Immerhin bekommen die restlichen 95% unserer Mitglieder (das sind die, die bei uns nichts zu sagen haben) noch 37% vom Kuchen ab.
Sie kennen keinen Verein, bei dem so etwas möglich wäre?! Wir auch nicht.
Aber uns deshalb gleich als einen Selbstbedienungs-Laden zu bezeichnen, na, na, na.
Wir entsprechen nur dem Zeitgeist: Der Gier.
Wir von der GEMA finden: Das wird ja wohl noch erlaubt sein.
In diesem Sinne,
Ihre GEMA - „Deutschlands Kulturvernichter Nr.1“ („Stiftung Kulturtest“ 2o/1o)
Unser Thema nächste Woche: Wie zahlen eigentlich andere Bühnen unsere Gebühren?!
P.S.: Bitte!!! - Schreiben Sie uns!!! - Ihre Meinung ist uns wichtig!!!
Z.B. direkt an unseren Vorstands-Vorsitzenden Dr. Harald Heker unter hheker@gema.de
München, im Juni 2o1o
tv
„Vogler“, Thomas Vogler, Rumfordstrasse 17, 8o469 München
Dies ist eine Mitteilung, die die GEMA natürlich so nie schreiben würde.
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o4. Juli 2o1o: Vogler-Newsletter (Auszug)
5. Mitteilung (der GEMA) an die Gäste der Jazzbar Vogler
Sie merken: In jeder unserer Mitteilungen beschäftigen wir uns schonungslos offen mit einem wichtigen Thema. Nachdem wir u.a. festgestellt haben, daß wir für Musik, die live gespielt wird, 36 mal höhere Gebühren verlangen, als für die gleiche Musik von CD abgespielt (und Musikbühnen bis zu 1oo% ihres Tages-Umsatzes an uns zahlen müssen) heute die Frage:
Wie zahlen eigentlich Musikbühnen unsere horrenden Gebühren.
Um ganz ehrlich zu sein: Das fragen wir uns auch.
Um ganz, ganz ehrlich zu sein: Es wundert uns, daß es überhaupt noch Musikbühnen gibt, die unsere Gebühren bezahlen können.
Ok, ok, es gibt in München neben dem „Vogler“ Gott sei Dank nur noch zwei weitere Musikbühnen, die fast täglich Live-Jazz/Soul/Latin anbieten und in der Stars wie Randy Brecker oder Pee Wee Ellis, Big Bands wie die Al Porcino Big Band etc. spielen.
(Und Gott sei Dank ist in den letzten 13 Jahren außer dem „Vogler“ auch keine Bühne dazugekommen! Wir von der GEMA finden: Glück gehabt!)
Einer der beiden Clubs gehört einem Hotel. Unsere Gebühren zahlt also das Hotel. Dessen Besitzerin würde nach eigener Aussage den Club nicht führen, wenn es das Hotel nicht gäbe. U.a. wegen unserer Gebühren. Wir von der GEMA finden: Tse, tse, tse!
Der andere Club bekommt von der Stadt München sechsundsiebzigtausend Euro Unterstützung im Jahr. Unsere Gebühren zahlt also der Steuerzahler. Wir von der GEMA finden: Das geht in die richtige Richtung! Der Steuerzahler ist es schließlich gewohnt, für alles und jeden den Kopf hinzuhalten!
Wir von der GEMA finden: All unsere Gebühren sollte der Steuerzahler zahlen!
In diesem Sinne,
Ihre GEMA - „Deutschlands Kulturvernichter Nr.1“ („Stiftung Kulturtest“ 2o/1o)
Unser Thema nächste Woche: Was verdient eigentlich unser Vorstand?!
P.S.: Bitte!!! - Schreiben Sie uns!!! - Ihre Meinung ist uns wichtig!!!
Direkt an unseren Vorstands-Vorsitzenden Dr. Harald Heker unter hheker@gema.de
München, im Juni 2o1o
tv
„Vogler“, Thomas Vogler, Rumfordstrasse 17, 8o469 München
Dies ist eine Mitteilung, die die GEMA natürlich so nie schreiben würde.
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Die Rede des GEMA-Vorstandsvorsitzenden Dr. Harald Heker in Berlin bei der Vorstellung des Geschäftsberichtes 2oo9: http://blog.gema.de/blog/beitrag/video-der-rede-von-dr-harald-heker-anlaesslich-der-gema-mitgliederversammlung-2010/